Seit heute Mittag sind wir hier in Kückelheim damit beschäftigt, alles aufzubauen. Das ist ganz schön viel Arbeit, das können wir euch sagen! Aber wir tun natürlich alles, damit wir auch in diesem Jahr alles super funktioniert und wir alle zwei Wochen erleben, die wir nicht wieder vergessen.

Aufbau

Alle Betten stehen, die Butzen sind hergerichtet. Erwin hat fast einen Finger verloren beim Aufbau der Trennwand.  Bänt hat sich seinen Rücken kaputt  gemacht, als er die Klopapierrollen ins Klo schleppen musstte. Uschy hat sich Blasen geholt beim Matratzenschitzen.

Es ist noch ein gutes Stück Arbeit, aber bis Sonntag haben wir alles vorbereitet.

Was ihr nun mitbringen müßt, ist gutes Wetter und gute Laune, damit wir den Kückelheimern wieder zeigen können, warum wir jedes Jahr wieder hier hin kommen.

Wir könnens gar nich abwarten, bis ihr endlich hier seid!

Das erste Spiel des Jahres hieß Guckst Du. Um zu Anfang die Gegend um Kückelheim kennenzulernen ging es auf einer Wanderroute durch die Umliegenden Berge und Orte. Dabei hieß es aber "Augen auf!".
Mal mehr mal weniger auffällig hatten sich auf der Route einige Leiter versteckt, die es zu finden galt. So entpuppte sich zum Beispiel ein Fliegenpilz am Wegesrand als die Gruppenleiterin Pleite, die mit dem Spiel Blättersaugen auf die Kinder wartete. Bei der als Postbotin getarnten Anne Liese konnten die Kinder bei der Kleiderkette glänzen.

Kleiderkette beim Postboten

Ausserdem gab es noch einen Bären, eine Vogelscheuche, einen Rennfahrer und einen Pflasterer zu finden. Hier tat sich die Gruppe 50:50 hervor, die als einzige alle Gruppenleiter fand. Doch auch wenn nicht alle Leiter gefunden wurden konnten die Kinder bei schönstem Wetter die Zeit nutzen, um Freundschaften zu schließen und Pläne zu schmieden, wie man die Leiter in den nächsten Wochen ärgern kann.
Starnolder Jungs beim chillen

Auf einen Tag im Lager freuen sich alle Jungs immer ganz besoders. Einen Tag lang geht es in den Wald und es werden den ganzen Tag nur Jungs-Sachen gemacht, wenn es wieder BOYSDAY heißt. Die Mädchen müssen zuhause bleiben und machen ihren eigenen Girlsday. Nach dem Frühstück wurden schnellstmöglich wanderfestes Schuhwerk und Klamotten angezogen, denn echten Jungs sind die normalen Wanderwege zu langweilig. Lieber geht es querfeldein über Stock und Stein, mal mitten durch den Wald mal über freie Wiesen. Steigungen von bis zu 60% zehrten an den Kräften, aber niemand wollte aufgeben. Nach 2 Stunden wurde ein guter Platz für die Mittagspause gefunden, an der man ein sicheres Feuer entzünden konnte.  Also hieß es für alle Jungs erstmal: Ab in den Wald, Feuerholz suchen! Dies war gar nicht so einfach, da es in den Vorwochen häufig geregnet hatte und der Waldboden feucht war. Dann ergriff Lagerleiter Bänt die Initiative, rannte in den Wald und schubste kurzerhand einen ganzen Baum um. Damit war genug Holz gefunden um eine ordentliches Feuer zu entfachen. Offensichtlich hatten einige Kinder schon erfahrungen mit Feuern, die Flammen wurden ohne große der Leiter zum lodern gebracht.

Staudamm bauen

Währendessen fand sich eine Gruppe von 5 Jungs zusammen um im Wald an dem kleinen Bach einen Staudamm zu errichten, der auch schon bald enorme Wassermengen führte.

Ihr Klettertalent konnten die Jungs auf einem gespannten Hochseil unter beweis stellen. Über einen reißenden Fluss und tiefe Wälder hinweg musste die Balance auf dem Seil gehalten werden. Marco am HochseilEinige entgingen nur knapp dem Absturz und konnten sich nur mit Mühe wieder hochziehen. Jan lernte beim überqueren auf Zeit, dass es manchmal besser ist, etwas langsamer zu machen. Beim überrennen der Strecke trat er ein ums andere Mal ins Leere und konnte sich nur mit Mühe festhalten. Als besonders Talentierter Kletterer erwies sich Marco, der auf dem Hochseil besser vorwärts kam als auf den gepflasterten Gehwegen.

Nach soviel Action war den meisten Jungs langsam nach Essen zumute.
Hausmeister Erwin hatte extra für den Boysday 2 Tage an der Hennetalsperre verbracht um dort genügend Forellen zu angeln, um die ganze hungrige Jungenbande satt zu bekommen. Als Beilage gab es die von Gärtner Kokos mit Liebe angepflanzten Kartoffeln. Die Kartoffeln wurden in Alufolie gewickelt in die heiße Glut gelegt, damit sie gut durchgaren. Die Forellen wurden auf dem mitgebrachten Grillrost gebraten. Nach einer halben Stunde waren das Essen fertig und jeder holte sich seine Portion ab.
Eine unheimliche Stille machte sich während der Mahlzeit breit. 40 Jungs auf einem Haufen und trotzdem war es so leise, dass man die Vögel zwitschern hören konnte. Das erlebt man wahrlich nicht häufig.
Fische grillen auf dem Feuer

Nach dem Essen wurde noch einige Zeit lang weitergespielt, bis es am späten Nachmittag hieß: Platz aufräumen und aufstellen zum Heimweg. Eifrig räumten die Jungs jeden Schnipsel Müll zusammen und versammelten sich anschließend um die ehemalige Kochstelle zum traditionellen Feuerauspinkeln.
Der Heimweg führe die Jungs wieder mal durch dichte Wälder und freie Wiesen, bis man abends erschöpft aber Glücklich an der Schützenhalle zurück war.

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